Stand: Commit b0b1006 · 2026-09-27
Online-Zahlungen über Stripe und PayPal, Kartenzahlung am Kassenplatz über SumUp, hinterlegte Karten und zubuchbare Zusatzfunktionen für das Unternehmen einrichten und betreiben.
Funktionen
- Online-Kasse – Bestellungen und Rechnungen des Unternehmens über Stripe oder PayPal bezahlen lassen; das Ergebnis landet auf Bestellung, Rechnung und Transaktion.
- Kartenzahlung am Kassenplatz – SumUp-Kartenleser koppeln, Rechnungen am Terminal bezahlen und laufende Zahlungen abbrechen.
- Hinterlegte Karten – Karten von Endkunden beim Stripe-Konto des Unternehmens und die Karte des Unternehmens für die Plattform-Abrechnung.
- Zubuchbare Zusatzfunktionen – Den Katalog der Zusatzfunktionen mit Preis, Währung und freigeschaltetem Recht pflegen.
Zweck
Der Bereich Zahlungen macht Bestellungen und Rechnungen Ihres Unternehmens bezahlbar: online über Stripe und PayPal, am Kassenplatz über SumUp-Kartenleser, und er bucht jedes Ergebnis auf Bestellung, Rechnung und Transaktion. Daneben hält er zwei getrennte Kartenachsen: die Karte eines Endkunden bei Ihrem Stripe-Konto und die Karte Ihres Unternehmens, über die die Plattform Sie selbst abrechnet.
Einrichten
Voraussetzung ist ein Paket, das das Modul Zahlungen enthält, sowie ein Konto bei mindestens einem Zahlungsanbieter. Die Zahlungsanbieter, Kartenleser und Kassierer pflegen Sie im Bereich Konfiguration; der Bereich Zahlungen führt die Transaktionen, Karten und Zusatzfunktionen.
- Zugangsdaten im Tresor ablegen. Legen Sie im Bereich Konfiguration unter Zugangsdaten einen Eintrag je Anbieter an: Stripe (Schlüssel), PayPal (Kennung und Geheimnis) oder SumUp. Die Zugangsdaten liegen verschlüsselt im Tresor; die alten Klartextfelder am Anbieter gelten nur noch als Rückfall für Einträge ohne Tresor-Verweis.
- Zahlungsanbieter anlegen. Unter Konfiguration → Zahlungsanbieter legen Sie je Konto einen Eintrag an: Anbieter (PayPal, Stripe, SumUp; Klarna und Mollie stehen in der Liste, tragen aber keinen Kassen-Weg), Name, aktiv (Vorgabe ja) und der Verweis auf den Tresor-Eintrag. Optional setzen Sie eigene Rückkehr-Adressen für Erfolg und Abbruch und schalten das Kundenportal ab (Vorgabe an).
- Stripe vorbereiten. Für eingebettete Zahlungen und hinterlegte Karten legen Sie am Stripe-Anbieter über die Aktion zur Domain-Freigabe die Freigabe für Ihre Website an und über die Aktion zum Webhook den Webhook, der Zahlungsereignisse an den Hook-Dienst der Plattform meldet. Beide Aktionen brauchen das Bearbeitungs-Recht der Zahlungsanbieter.
- Kassenplatz. Legen Sie unter Konfiguration → Kartenleser den SumUp-Leser und unter Kassierer die Personen an. Am Terminal koppeln Sie den Leser; danach übergibt das Terminal eine Rechnung zur Zahlung, empfängt die Rückkehr und kann eine laufende Zahlung abbrechen. Der Leser bestimmt das Unternehmen; der Betrag wird gegen die Rechnung geprüft.
- Karten von Endkunden. Ein Endkunde hinterlegt seine Karte über die Website oder das Kundenportal bei Ihrem Stripe-Konto. Sie sehen die Karten unter Zahlungen; die Kartendaten selbst liegen beim Anbieter.
- Plattform-Abrechnung. Ihr Unternehmen hinterlegt im Abrechnungsportal eine Karte beim Plattform-Konto. Belastungen laufen ohne Ihr Zutun; eine abgelehnte Belastung wird als fehlgeschlagene Transaktion festgehalten und im Mahnlauf wiederholt. Über Störungen dabei werden Sie über die Benachrichtigungen Ihres Unternehmens informiert.
- Zusatzfunktionen. Unter Zahlungen → Zubuchbare Zusatzfunktionen pflegen Sie den Katalog: je Eintrag Preis in Cent, Währung und das Recht, das die Zusatzfunktion freischaltet. Oberflächen lesen diesen Katalog, um Zubuchungen anzubieten.
Danach erzeugt jede Bestellung oder Rechnung mit Online-Zahlung eine Sitzung beim Anbieter des zahlenden Unternehmens; nach der Rückkehr des Käufers prüft die Plattform die Zahlungsabsicht erneut beim Anbieter und vertraut nicht der Adresszeile. Rückkehr-Adressen werden gegen eine Positivliste erlaubter Hosts geprüft, die der Betreiber der Plattform führt.
Rollen und Rechte
| Recht (Schlüssel) | Wirkung |
|---|---|
payments.paymenttransactions |
Zahlungstransaktionen sehen und pflegen. |
payments.paymentmethods, payments.paymentcards |
Zahlungsarten und hinterlegte Karten sehen und pflegen. |
payments.addonskus |
Zusatzfunktionen sehen; Anlegen, Ändern und Löschen verlangen zusätzlich payments.addonskus.new, payments.addonskus.edit und payments.addonskus.delete. |
config.paymentproviders, config.paymentproviders.edit |
Zahlungsanbieter anlegen; Domain-Freigabe und Webhook bei Stripe anlegen verlangen beide. |
config.credentials, config.cardreaders, config.cashiers |
Tresor-Einträge, Kartenleser und Kassierer im Bereich Konfiguration. |
Die Kassen-Wege selbst (Sitzung anlegen, Zahlungsabsicht prüfen, Terminalzahlung) laufen ohne Nutzer-Sitzung aus dem Shop, dem Terminal und den Bestell-Bereichen der Plattform; dafür braucht keine Rolle ein Recht. Die Rolle Administrator erhält die Rechte des Moduls beim ersten Start automatisch.
Laufender Betrieb
Der Bereich hat keine Zeitgeber und keine Hintergrundverarbeitung. Zahlungen werden im Aufruf abgewickelt; Zahlungsereignisse des Anbieters kommen über den Webhook beim Hook-Dienst an und werden von dort auf Bestellung, Rechnung und Transaktion gebucht. Der Mahnlauf der Plattform-Abrechnung hat keinen eigenen Takt; er wird vom Betreiber der Plattform angestoßen, und seine Treppe aus Wartetagen, die Stapelgröße je Lauf und das Höchstalter einer Schuld sind Einstellungen des Betreibers (Feature-Flags payments.dunning.backoffDays, payments.dunning.maxBatchPerRun, payments.dunning.maxDebtAgeDays).
Anbindungen: Zugangsdaten der Anbieter liegen im Tresor unter den Anbietern stripe, paypal und sumup. Der Stripe-Webhook zeigt auf den Hook-Dienst der Plattform (hooks.ayoune.app); PayPal-Rückkehr und SumUp-Rückkehr laufen über feste Adressen der Plattform. Eigene Feature-Flags je Unternehmen bringt der Bereich nicht mit.
Alle Anbieter, Transaktionen und Karten gehören Ihrem Unternehmen. Am Kassenplatz bestimmt der Kartenleser das Unternehmen; eine Rechnung eines anderen Unternehmens wird nicht angefasst. Der Terminal-Weg kennt nur SumUp.
Störungen
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| Die Online-Zahlung startet nicht. | Kein aktiver Zahlungsanbieter für Ihr Unternehmen, oder der Tresor-Eintrag fehlt oder ist ungültig. | Anbieter auf „aktiv“ prüfen; Tresor-Verweis und Schlüssel prüfen. |
| Die Zahlung ist beim Anbieter erfolgt, die Bestellung bleibt unbezahlt. | Der Webhook ist nicht angelegt oder zeigt auf eine falsche Adresse. | Am Stripe-Anbieter die Aktion zum Webhook ausführen; der Hook-Dienst bucht das Ereignis nach. |
| Nach der Zahlung landet der Käufer nicht auf Ihrer Seite. | Die Rückkehr-Adresse steht nicht auf der Positivliste erlaubter Hosts. | Eigene Rückkehr-Adressen am Anbieter prüfen; die Positivliste führt der Betreiber der Plattform. |
| Eingebettete Kartenfelder erscheinen nicht auf der Website. | Die Domain-Freigabe bei Stripe fehlt. | Am Stripe-Anbieter die Aktion zur Domain-Freigabe ausführen. |
| Das Terminal findet den Kartenleser nicht. | Der Leser ist nicht angelegt oder nicht gekoppelt. | Leser unter Konfiguration → Kartenleser anlegen und am Terminal koppeln. |
| Die Terminalzahlung wird abgewiesen. | Der Betrag passt nicht zur Rechnung, oder die Rechnung gehört einem anderen Unternehmen. | Rechnung und Betrag prüfen. |
| Eine Belastung der Plattform-Abrechnung ist fehlgeschlagen. | Die hinterlegte Karte wurde abgelehnt. | Karte im Abrechnungsportal erneuern; der Mahnlauf wiederholt die Belastung. |
Fehler aus dem Hintergrund legt die Plattform als Aufgabe vom Typ „Bug“ im Bereich Projekte ab; dort sehen Sie Zeitpunkt, Modul und Fehlertext.
Einstellungen und Rechte
Bildschirme
- payments
- payments.addonskus
Rechte
- AddOnSKUs
- CardReaders
- Cashiers
- Credentials
- Domains
- Invoices
- MessageTemplates
- NotificationPolicies
- Orders
- PaymentCards
- PaymentMethods
- PaymentProviders
- PaymentTransactions
- ShoppingCarts
- Transactions
- WebPages
- Websites
- aYOUneCustomers
Glossar
- Zahlungsanbieter – Ein Konto bei Stripe, PayPal oder SumUp, das dem Unternehmen gehört und dessen Zugangsdaten im Tresor liegen.
- Zahlungsabsicht – Der Vorgang beim Anbieter, den die Plattform anlegt und nach der Rückkehr des Käufers erneut beim Anbieter prüft.
- Mahnlauf – Der Ablauf, der abgelehnte Belastungen der Plattform-Abrechnung nach einer Treppe aus Wartetagen wiederholt.
- Tresor – Die Ablage für Zugangsdaten im Bereich Konfiguration; Zahlungsanbieter verweisen auf einen Eintrag dort.