Es gibt in vielen Firmen einen Bericht, der jeden Montag verschickt wird. Er ist sorgfältig gemacht, er stimmt, und er wird von drei Leuten gelesen. Die vierzig, deren Arbeit darin abgebildet ist, sehen ihn nie, weil sie kein Postfach am Arbeitsplatz haben. In der Halle, an der Rampe und in der Werkstatt bleibt die Lage damit das, was sie immer war: eine Sache des Gefühls.
Kennzahlen wirken dort, wo gearbeitet wird
Eine Zahl verändert Verhalten nur, wenn sie im Blickfeld liegt und aktuell ist. Ein Bildschirm an der Wand erfüllt beides. Was darauf gehört, ist allerdings selten das, was im Wochenbericht steht. Der Bericht erklärt die Vergangenheit, die Wand muss den Tag zeigen: offene Aufträge, was heute rausgeht, wo es klemmt, wie viele Anfragen unbeantwortet sind.
Der häufigste Fehler beim ersten Wallboard ist, zu viel darauf zu packen. Ein Bildschirm, den man aus vier Metern Entfernung im Vorbeigehen lesen soll, trägt drei bis fünf Zahlen, nicht fünfzehn. Alles darüber ist Dekoration, die nach zwei Wochen niemand mehr wahrnimmt.
Anzeigen ist nur die eine Hälfte
Ein reines Anzeigegerät ist schnell aufgestellt. Interessanter wird es, wenn am selben Ort auch etwas eingegeben werden kann. Ein Terminal an der Maschine, an dem ein Arbeitsgang angemeldet wird. Ein Bedienpanel im Besprechungsraum. Eine Kasse im Verkaufsraum. Ein Zugangsterminal an der Tür. Ein Scanner an der Warenannahme.
Der praktische Vorteil ist, dass all diese Geräte dieselbe Grundlage haben. Wer ein Wallboard betreibt, hat den Weg für ein Terminal bereits gebaut: dieselbe Einrichtung, dieselbe Fernwartung, dieselben Aktualisierungen. Aus „wir hängen mal einen Bildschirm auf“ wird so keine zweite IT-Landschaft.
Was ein Gerät an der Wand können muss
Die schwierigen Fragen bei fest verbauter Hardware sind nicht die Funktionen, sondern der Fehlerfall. Drei davon entscheiden über den Alltag.
Was passiert nach einem Stromausfall? Das Gerät muss von allein hochkommen und die richtige Ansicht zeigen, ohne dass jemand mit Tastatur und Maus anrückt.
Was passiert, wenn das Netz kurz weg ist? Ein Bildschirm, der bei jedem Aussetzer eine Fehlerseite zeigt, wird abgeschaltet. Er muss den letzten Stand halten und still weiterlaufen.
Wie kommen Aktualisierungen drauf? Wenn dafür jemand hinfahren muss, bleiben Geräte auf dem Stand des Aufstelltages. Fernaktualisierung ist bei zwei Geräten Komfort und ab zehn eine Voraussetzung.
Diese drei Punkte klingen unspektakulär. Sie sind der Grund, warum Bildschirme in Betrieben so oft dunkel sind oder seit Monaten dieselbe eingefrorene Ansicht zeigen.
Ein sinnvoller Anfang
Nehmen Sie den Ort, an dem heute am meisten nachgefragt wird, und die Zahl, nach der dort am häufigsten gefragt wird. Meist ist das die Rampe oder die Auftragsannahme, und meist ist es eine Terminfrage. Ein Bildschirm, eine Ansicht, drei Zahlen. Danach kommen die Wünsche von selbst, und dann wissen Sie auch, welche.
Häufig gestellte Fragen
Braucht jedes Gerät einen eigenen Zugang?
Ein Anzeigegerät läuft ohne Anmeldung, sonst steht es nach dem ersten Neustart auf dem Anmeldebildschirm. Geräte, an denen etwas eingegeben wird, brauchen eine Anmeldung, üblicherweise per Ausweis oder PIN.
Können verschiedene Standorte verschiedene Ansichten zeigen?
Ja. Die Ansicht hängt am Gerät, nicht an der Firma. Ein Bildschirm in der Werkstatt zeigt etwas anderes als einer im Vertrieb.
Was kostet der Einstieg?
Der Bildschirm ist der größere Posten, das Gerät dahinter ist klein und günstig. Der eigentliche Aufwand steckt in der Entscheidung, was angezeigt werden soll.
Welche Geräte es gibt, sehen Sie unter Wallboard und Terminal. Einen Überblick über die Hardware gibt die Seite Hardware.